23. Mai 2012

wie nähert man sich mit dem kopf voraus dem nullpunkt

Unter Umständen. Wir wissen, wie das funktioniert, wir haben das ausprobiert, bis wir es blind beherrschten, zumindest die ersten Schritte, die ersten Handlungsanweisungen kennen wir auswendig. Wie es weitergeht entscheidet das Drumherum, die Sonne lacht uns ins Gesicht und wir lachen zurück, bis wir mit dem Kopf gegen Wände stoßen, die wir nicht ahnen aber zu denen wir uns bekennen, blind. Irgendwann merken wir plötzlich, dass es weniger weh tut, weniger brennende Spuren hinterlässt, die Schnittkanten verlaufen glatt, du sitzt es aus, es sitzt dich aus und die anderen fragen nicht mehr. Es geht aufwärts, auch wenn du dich immer noch gern in dich selbst verrennst und verwirrt durch die Nacht stolperst, mit all diesen Erinnerungen im Kopf und der vielen Zuneigung, die glitzert und lockt und locker daherkommt, als wäre sie ein Sommergewitter, ein Blizzard in deinen Eingeweiden, ein warmer Regen in deinem Kopf und ein Regenbogen auf deiner Haut; wie gestern und heute und immerzu, nichts ändert sich, nur dein Blick auf die Welt und die Menschen um dich herum ab und an, dein Herz ein Kaleidoskop.

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