28. Februar 2011

sand|sturm

Und die Welt dreht sich weiter. Komisch eigentlich. Müsste sie doch mal stehen bleiben, damit ich Luft holen kann. Damit mal das ganze Hirngeschwurbel aufhört, nur für zweidrei Stunden, mehr muss doch gar nicht. Stattdessen dreh ich mich mit und immer im Kreis, weiß nicht, wohin mit den ganzen Gedanken, den chaotischen Gefühlen, den ewigen Fragen im Kopf. Zweifel kommen und gehen und kommen, und das Frühlingsmädchen trägt eine Warnung auf den trockenen Lippen: Der Sommer kommt mit großen Schritten auf uns zu, mit Hitze im Kopf und Leere im Bauch, mit heißen Nächten und den Füßen in Eiswasser, mit ungestilltem Verlangen und kleinen Fluchten. Und über glühenden Sand gehst du und hoffst darauf, dass einer dich darüber tragen würde, einer, der festes Schuhwerk trägt und dem die Schlangen nichts anhaben können, der dich festhält, damit du nicht einfach kopflos drauflos rennst vor Angst. Rette sich wer kann.

Rette mich, wer kann.

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