5. Juli 2011

luft|schiff

Mir scheint, es hat sich ein Knoten gebildet in dir, ein Knoten so groß wie dein Herz und er schnürt dir das Lachen ab. So bleibt es im Hals stecken, wo obendrein ein Kloß sitzt, der dir das Atmen schwer macht. Ich fürchte um dich, fürchte, dass deine Schutzschicht das alles nicht mehr halten kann, weil es zu viel ist, viel zu viel und du zerspringen wirst in tausend Scherben, die sich nicht kitten lassen. Wenn du dir nicht Luft machst hin und wieder wirst du meilenweit davontreiben irgendwann wie ein Luftschiff über dem Meer, hilflos und blind, angetrieben durch all das Schwelen und Brodeln in dir, ein Windhauch von außen reicht aus.

Dämme müssen brechen, damit Fruchtbarkeit über das Land kommen kann.

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