11. September 2012

am ende ist auch nur ein funkeln

Wie doch die Türen offen stehen, sperrangelweit und die Fenster, wir davor in Angst und ohne Rückhalt; sich fallen lassen, wie einfach das klingt und wie schwer das doch ist mit diesen Betonklötzen, in denen unsere Füße stecken. Hunderfach lieber wäre uns ein Regen, der alles fortwaschen würde, alles mit sich nehmen und nur noch Leere lassen würde, fruchtbaren Boden für neue Träume, neue Gedanken und offene Köpfe, mit uns darin und den Widersprüchen unserer Worte, mit leisen Melodien und diesem Zittern deiner Oberlippe kurz vorm unbändigen Lachen, wie schön das doch wäre, wie schön du doch bist, sagst du und ich zucke nur mit den Schultern und bleibe vor den offenen Türen stehen wie ein Reh im Scheinwerferlicht seines Todes.

Kommentare (3)

  1. 15. September 2012
    wwort sagt...

    Wir sind
    alle irgendwie
    wie kleine Schiffe
    die auf den Wellen
    des Meeres
    zu tanzen
    versuchen.

    Die einen haben
    zerschrammte Planken
    und feste Segel.
    Andre zerrissene Segel
    und robuste Rümpfe.
    Manche ändern ihren Kurs
    und segeln
    eine Zeit parallel,
    andre Rumpf an Rumpf
    und versuchen mit Tauen
    die Boote im Sturm zu halten.

    Andre werfen
    die zerrissenen Segel
    über Bord
    versenken
    die kaputten alten Planken
    statt zwei Booten,
    die wohl stranden
    fährt nur noch eins,
    hält neuen Kurs
    ob es der beste wäre?
    wer weiss es,
    wer muss es wissen.
    hatte das eine
    den stabileren Kurs
    und war ohne Furcht,
    Verstand das andere dafür die
    Worte der Vögel, des Windes
    und der Wellen.
    Nichts ist sicher oder gewiss
    warum auch.

    Aus manchen Betonklötzen
    wurden Häuser gebaut,
    Aus Steinblöcken
    wurden anmutige Kreaturen.
    Ist es ein Scheinwerfer,
    oder einfach nur eine
    Perspektive des Lebens
    sie mag blenden, leuchten,
    voller bunter Blumen
    oder düster sein.

    Erst aus der Zukunft
    darf man hineinsehen
    dann wenn
    aus dem gleissenden Kegel
    Geschichten, Gefühle
    und Erfahrungen werden.
    Sind sie doch alle unplanbar
    schön oder traurig.
    Mal sehr intensiv,
    mal auch nicht,
    aber will man das alles
    schon vor dem Sommer wissen?

    Eins ist doch klar:
    Die wellen Tanzen und darauf
    die Schiffe.

    • 16. September 2012
      Fruehlingsmaedchen sagt...

      Sommer ist nach dem Frühling und kurz vor dem Herbst. Manche Dinge muss man nicht wissen, nicht vor dem Sommer, nicht im Sommer und auch nicht danach, andere brennen uns auf der Seele wie Augusthitze.

  2. 18. September 2012
    wwort sagt...

    Was ist Glück?
    wenn Wissen glücklich
    machen kann dann
    wäre Wissen Sicherheit –
    wer ist sich
    schon selbst bewusst
    und wer hat sich
    schon selbst erkannt.
    Oder ist der Wunsch
    nach Wissen ähnlich wie
    Wünschen.
    Mag das
    was ich mir wünsche
    das sein wonach ich
    zwischen all den Wellen suche.

    Jeder darf träumen und wünschen.
    Vertrauen ist nicht selten
    mächtiger als Wünschen und Wissen,
    es kann
    Dinge formen und gestalten
    kann eigene und
    gemeinsame Schiffe bauen.
    Alles was im Kopf
    an Träumen
    vorstellbar ist,
    kann Wirklichkeit werden.

    Der Wunsch nach Wissen ist Vernunft,
    will Antworten auf Dinge
    die sich trotz Wellen und Stürmen
    entwickeln.
    Gefühle entwickeln sich mit uns
    und mit der Zeit.
    Denn das Gefühl der Zeit
    ist mit allen
    anderen Gefühlen
    geheimnisvoll verknüpft.

    Doch auch in Nacht und Nebel
    inmitten der Wellen
    und der schäumenden Gischt
    gibt es etwas,
    was den Nebel durchdringt,
    und das Licht erkennt,
    was man auch Intuition
    nennt.

    Wenn wir darauf vertrauen
    was wir mit unseren Sinnen
    in den ersten Sekunden
    erspähen
    ist der Mut das zu glauben
    unsere Intuition,
    die Neugier
    auf das Leben
    im hier und jetzt.

    In sechsundsechzig Jahren
    wirst du weise sagen,
    lass dich
    nicht ablenken
    von Logik, Sein, Schein,
    Narben und Salzkrusten,
    Ecken und Kanten
    Es
    heisst nur
    bereit zu sein,
    neue bezaubernde Seiten
    an dir selbst zu erkennen.

    Wie glücklich können Schiffe
    auf den Wellen tanzen,
    die Momente sehen,
    in denen sie
    niemanden bewerten brauchen,
    doch die Zeit vergessen können,
    Verschiedenes tun
    aber dabei gleiches fühlen.
    Unabhängig von dem sind
    was andre raten und
    sich nicht vom Kurs
    bringen lassen,
    sich zu gut kennen
    als lügen Sinn hätte und
    dafür ihre gemeinsamen Geheimnisse
    für sich bewahren.

    Das alles schafft
    schon allein der Wind.
    Der Wind kühlt die Seele,
    nimmt manche Schiffe
    ins strahlend funkelnde Licht,
    manche tanzen
    gemeinsam
    bleibt das Geheimnis des Windes.
    Das Glück.

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