11. Juli 2012

neben den dingen kennen wir auch

Hut ab und unter die Decke gekrochen, da sitzt du dann, nackt irgendwie, aber glücklich immerhin. Fragen stellen wir schon lange nicht mehr, ab und zu holt uns eine Erinnerung ein und ein Hauch von Hach, weißt du noch, damals, da waren wir anders aber genauso blöde wie heute und genauso verwundbar. Schön, wenn wir uns erinnern, schön auch, wenn wir uns nicht erinnern, aber wenigstens tanzen wir und wissen unser Leben zu schätzen, dann und wann auch immer du magst, halt mal kurz, das dauert nicht lang, nur, bis dieser Gedanke wieder weg ist. Und ich hauche dir eine Frage auf die Stirn und einen Kuss in den Nacken, ich fühle mich so und so und dann wieder anders, wie fühlst du dich eigentlich und was macht das schon, wenn Menschen aus deinem Leben verschwinden, klammheimlich und ganz leise, es kommen neue nach, was halten soll hält auch, sag ruhig, dass das ignorant ist, aber stell dir vor, dein Dachboden und der Keller und die Regale und Kisten wären alle voll mit Erinnerungsmenschen und unter dem Bett lägen sie auch noch, das hält keine Sau aus und dein innerer Schweinehund erst recht nicht aber in dir drin flüstert’s: Schschsch, winning a battle and losing a war, schschsch.

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