11. Juni 2012

bis die füße bluten

Ein Käfig und du, wir sehen uns nicht und doch. Wenn man die Augen nur fest genug verschließt, dann hat es am Ende etwas befreiendes. Augen zu und durch, denken wir uns, Augen zu und weitermachen, was wir nicht sehen, berührt uns nicht, oder sagen wir es so: weniger, leichter nur, wie ein Fledermausflügelschlag, wenn überhaupt. Dass man vom Weg abkommen mag dabei, ja, nun, wir stolpern ohnehin so viel herum, das macht doch nichts, das kratzt nur ein bisschen das Selbstvertrauen an; gut, wenn man genug davon hat. Ein Käfig, vier Wände und diese Sülze im Kopf, ein Käfig, vier Wände und dich im Kopf; ich tanze und tanze und meine Füße bluten, in diesen Schuhen sieht man es nicht, die Investition hat sich gelohnt. Und dann: Augen auf und oha!, eine Erkenntnis vielleicht, Selbstschutz eventuell aber immerhin: Nichts weiter passiert, nur ein bisschen die Ellbogen aufgeschürft an den Mauern, der Käfig aber, er hält, was er verspricht.

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