22. April 2012

unter tage atmen wir staub

Bier statt Fragen, Tequila statt Tränen, wir zerbrechen nicht, nur das Herz wird uns kalt wie ein Klumpen Eis in der Brust und du. Wie angewurzelt, mal nicht davonlaufen, stattdessen leise beten, dass man das vielleicht alles nur träumt gerade; in meine Netzhaut brennt sich ein Bild und eine Narbe reißt auf, es blutet nicht, es eitert nur. Die Nacht schluckt dich, frisst mich mit Haut und Haar und spuckt bittere Galle, in dieser Stadt ist es einsam nachts um halb Zwei. Die Lichter lügen. Beton statt Ziegelsteine, eine Mauer aus einem Guss für mich und dein gefrorenes Meer. Wir fühlen uns schwer und schwerer angesichts der Leichtigkeit, da kommen Dinge ans Licht, die keine Namen verdient haben, nenn sie Dinge und reiß dich zusammen, sammel dich vom Boden auf, zwischen den Kippen und den Pfützen und den vielen zertretenen Freuden liegt ein Stück Herz, beinahe wäre ich daraufgetreten, oh, es gehört mir, na sowas; anschnallen, weitertanzen, die Füße im Himmel, das Hirn unter den Arm geklemmt und das Herz, das Herz, nunja.

Kommentare (1)

  1. 24. April 2012
    Hey, hey sagt...

    was gehört (oder gehorcht wem)?
    – im Halbschlaf? Hm?

    dort wo dein denken
    nicht mehr ankommt
    ist es am ziel

    wie der sprung
    über die pfütze
    worauf im endlosblauen
    himmel ein wolkenspiel
    erzittert

    das flache
    spiegelt endlos tiefe
    und was tief
    scheint, ist so seicht
    dass nicht einmal
    ein frosch (oder molch) drin laicht
    und trittst du doch
    hinein egal

    ein spiel zum reinen zeitvertreib
    wie monotones solitaire
    es ist

    es ist als ob
    von nirgendwo
    und irgendwie
    ein echo eine Antwort
    riefe auf eine nie gestellte Frage
    nach irgendwas

    man ahnt die tiefe dieses lochs
    sind schuh und socken einmal nass

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