14. April 2012

wir fragen nach morgen und denken an gestern

Wie einen manche Wochen halt einfach mal durchficken, mit großem Tamtam und allem, was dazugehört, mit Plusminusplusgedanken, alles auf einmal; ein Leben, reduziert auf sieben Tage und dieses Schwindelgefühl, wenn du dann mal kurz innehältst. Wieviel erträgt ein Mensch in so kurzer Zeit, wieviel kann man schlucken, bevor alles wieder hochkommt, wieviel Schmerz kann man fassen und wieviel Glück, und wie geht das eigentlich: traurig und glücklich sein zugleich, im permantenten Wechselbad zu stehen, heißkalt und kaltheiß, kaltheiß und heißkalt, wie geht das in einen Kopf und in ein Herz, ohne dass irgendwas kaputtgeht dabei.

Kommentare (2)

  1. 15. April 2012
    M sagt...

    Hey Babe
    take a walk on the wild side
    schluck die Kröte oder
    küss den Frosch
    und spüre die Haut
    des Salamanders
    und streichle ihn
    näher kommst du ihm
    nur durch die Augen
    bis er zwinkert

  2. 15. April 2012
    M sagt...

    Nicht – nur Worte

    Warst du schon mal
    zum Beispiel im Senegal?
    zum Beispiel, na
    wie soll ich sagen
    zum Beispiel
    glücklich dort?
    wirklich?
    ich meine
    warst du ganz
    wirklich schon mal
    so ganz weit fort?

    Und du weißt, wie das ist?
    ich meine, wenn keiner
    deine Gedanken liest
    wenn du sozusagen
    wirklich alleine bist?
    also wirklich keiner
    mit dir spricht
    ich meine, so wirklich nicht?

    Wenn du nur mit dir selber
    also mit dir allein
    so ganz alleine bist
    mein ich, im Fremden
    dein Ich mit dir
    im Spiegel spricht und
    du verstehst …
    verstehst kein Wort
    nicht einmal eines
    nicht?

    Also sag schon
    warst du schon mal
    im Senegal
    und glücklich
    nur mit deinem Ich?

    Also ich war da
    irgendwo in Afrika
    im Senegal
    war’s glaub ich nicht
    aber egal …

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