6. April 2012

im licht betrachtet finden wir uns auf knien

Bis das Hirn nur noch Matsch ist. Bis dir das alles aus den Poren tritt und dich von Kopf bis Fuß einhüllt, bis du vergessen hast, was vorher war und später noch passieren wird, bis du darin einfach zerfließt, dich auflöst, schweigend am Ende, blind und taub mit Federn im Haar und keinem Wind auf der Haut. In deinem Kopf drehen die Dinge Kreise und lassen nicht locker, schlecht schlafen gehört dazu und dieser Hunger nach Ablenkung ist groß wie deine Zweifel und dieses dir innewohnende Vertrauen, dass am Ende doch alles gut gehen wird irgendwie.

Kommentare (2)

  1. 6. April 2012
    ML sagt...

    Ist es nicht schön, mal nicht zu wissen, nicht besser zu wissen, nicht schlechter, nicht mehr und nicht weniger. Mal nicht zu wissen, wer dir schreibt, wer Worte für dich sucht und sie wie Tautropfen an Halme hängt, sie glänzen lässt wie Augenperlen (Tränen?). Wenn sie gleiten am Rand des Frühlingsgrüns, glitzernd von sonnenhell zu augenbraun.

    Als fädelten sie sich von selbst auf leicht gebogne Stengel.

    Warum? und wann? Plötzlich oder irgendwann? Du weißt es nicht, tropfen sie ab. Ist das nicht schön? – dem Blitzen in der Morgensonne und dem Blinzeln eines Salamanders zuzusehn?

    Verlorene Gedanken. Du weißt nicht, wer sie findet, fand, sind’s deine oder nur geträumt? Die Müdigkeit gehört dazu , dann sprichst auch du. Klar. Klartraum an der Grenze zwischen Wachen und … – ja, was? Jedes Wort klar ausgesprochen – und verstanden? – na?

    Wo sind wir denn, dass jeder sprechen darf, wie der Schnabel, das Maul, gedrechselt ist? Wo sind wir denn? Und wer ist das, der meine Worte spricht – und nicht spricht?, nicht nur spricht, auch schweigt und spricht im Traum …

    Wer, fragst du dich, hat in dein Herz, den Kopf, den Bauch jemals so tief geschaut, dass du allein dem Blick vertraut, dem Tasten, Suchen, Finden, Gespür erahnen kannst? Wer ist das, wer da sieht und spricht? Sag – oder nein, sag’s nicht.

    Dein Herz steht quer, dein Kopf – er träumt, dein Bauch ist leer. Der Hunger bleibt.

    Und Ablenkung? Wovon? Ein Meister aus Deutschland sagte: Philosophie … Und meinte: Zeitvertreib.

    Das beste Wort, das du kennst.
    Meint es doch nur:
    Auch wenn die Tautropfen fallen
    Worte in hehren Hallen verhallen
    Salamander sich Regenwürmer krallen
    die andern geträumte Worte nicht schnallen
    während sich nach dem Fest Wolken ballen
    und zur Premiere Sektkorken knallen

    Es meint schlicht: bleib!

  2. 6. April 2012
    ML sagt...

    Here comes the sun …

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