24. Februar 2012

seepferdchen

Dann schwimmst du eben mit, immer weiter, nur nicht aufhören, in Bewegung bleiben, damit du nicht sinkst wie ein Stein. Wäre ja noch schöner, unten am Grund zu liegen, blind und taub, mit diesem Druck im Gehirn, während der Rest Synchronschwimmen übt. So lange du dich um die Koordination deiner Gliedmaßen kümmern musst, kommst du wenigstens nicht auf dumme Gedanken. Gut so, auch wenn das bedeutet, dass du keine Zeit hast, dieses seltsame Glück zu genießen, das dich derzeit so flutet, keine Zeit, um durchzuatmen, dir das alles mal ganz genau anzuschauen und sei es nur, um ein Erinnerungsfoto zu machen für deine Wall-of-Fame der fucking besten und schlimmsten Momente deines Lebens, für diese Chinesische Mauer deiner Emotionen, diese Berliner Mauer deiner Liebe.

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