20. Januar 2012

die lehrbücher haben uns verraten

Wie man versucht, anders zu sein und halt doch auf die Schnauze fällt dabei. Mit dem Gesicht auf dem Asphalt liegst du und träumst vom Frieden mit dir selbst, während die Welt sich weiterdreht und Dinge passieren, ebenmalso, ganz nebenbei. Einfluss nimmst du nicht, Einfluss gibst du; heute keine Prinzessin und morgen keine Königin, nur du, mit allen Ängsten und Wunden und Unerklärlichkeiten. Manch einer durchschaut dich, bis ganz runter auf den Grund, Apnoetauchen, Herzstillstand und zwar den Schatz gefunden aber nur aus Versehen. Die Intention für die Expedition war die falsche, macht nichts, irgendwie kommt man immer ans Ziel, auch mit den falschen Seekarten und einem kaputten Kompass, das kennt man ja, da kennen wir uns aus, wenn es ums Navigieren durch trübe Gewässer geht; trüb, das kennen wir, aus den Nächten voller Zweifeln und den Gesprächen voller Missverständnisse, vom Wandeln auf den schmalen Graten und dem Immerwiederstolpern dabei. Wir sind so voll mit Ungeduld und Sehnsucht, dass uns die leiseste Kritik zum Kotzen bringt, raus damit, alles muss raus, der Rotz, die Tränen und die Angst, diese verdammte Angst vor allem.

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