17. Januar 2012

wir geraten nicht aus den fugen, wir füllen sie mit wein

Mit diesem Muskelkater in unseren Köpfen werden Situationen zu Seltsamkeiten. Anfangs eine Fremde, später ein Teil von allem; der Wein ist gut, was habe ich anderes erwartet: Musik und Wein und dieser Geruch, den ich nicht vergesse. Welche Rolle spiele ich, ich habe den Text nicht parat, keiner souffliert, nur das Glas raunt mir wenig hilfreich Dinge ins Ohr, Fragen und ein bisschen Einsamkeit. Wir improvisieren, damit kennen wir uns aus, das Französische daran ist die leichtgenommene Schwere, das Wollen und Hinauszögern und zur Ablenkung noch einen Roten, bis die Zunge schwer wird und man eine Entschuldigung hat für das Nichtgesagte, das Nichtküssen, das Festhalten und Liebkosen mit Sicherheitsabstand, damit einen die Sehnsucht nicht auffrisst. Was war da nochmal, letztes Jahr, was war da noch gleich, wen interessiert das und wer kann so schnell lernen aus all dem, wer will das schon, ich nicht, du nicht, wir stolpern blind und ohne doppelten Boden durch unsere Befindlichkeiten und weinen nachts dann ein bisschen in unseren Betten, winzige Boote auf offener See, vor der Küste die Klippen.

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