17. Dezember 2011

blink

Wenn es dann dunkel wird draußen und du die Füße unter die Decke steckst, wenn es dunkel wird und deine einsame kleine Lichterkette alles gibt, um gegen die Schwärze anzukämpfen. Aufraffen, aus dem Haus gehen, Menschen sehen und wie paralysiert die Weihnachtsmarktgänger mit ihren Glühweingesichtern und Lebkuchenkörpern anstarren, dabei Polaroids im Kopf vergleichen und sich selbst von oben beobachten, der Saxophonist trötet schräge Weihnachtslieder, er kann den Blues hundertfach besser spielen aber tut es nicht. Im Kopf ist alles gut so weit, im Kopf da klopft es ab und an von innen gegen die Schädeldecke aber das macht nichts, das ist normal so, das bisschen Geklopfe rüttelt dich nur wach und lächelt freundlich aber bestimmt, wenn du mal wieder kurz davor bist, blind gegen einen Laternenpfahl zu rennen. Mach die Augen auf und sieh dir an, was du getan hast in diesem Jahr, und vor allem was du nicht getan hast in diesem Jahr: Drauflosleben.

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