11. Dezember 2011

hungrige münder erzählen sich geschichten von anderswo

Und wenn wir dahintreiben in der Nacht und man allein ein Bett nicht ausfüllen kann. Unter diesen Sternen tanzen wir mit dem Mond, sie kennt mich in meinen dunkelsten Zeiten und weint mit mir, schaut auf mich herab wie ich sehne und sinne und mir das Blut in den Adern gefriert manchmal beim Blick auf die Anderen, rastlos mit Versprechen auf den Lippen und dem schwarzen Duft der Lust im Haar. Ich halte mich an dir fest, nachts, wenn einer neben mir liegt und atmet, nichtatmet, atmet, nichtatmet und mir in die Seele singt wie eine Amsel, ich halte dich fest an mir, das stimmt so nicht. Hungrig ist mein Mund nach Küssen und Märchen, nach Haut und Lügen, nach einer Hand an meinem Hals und einer Hand in meinem Nacken, nach Lust und Begierde und spätem Schlaf. In manche Menschen verliebt man sich nicht, in manche Menschen braucht man sich nicht verlieben, da ist was, da ist etwas, da flüstert mir irgendetwas Geschichten von Frühling und ich stehe einfach nur da und höre meinem Hunger zu, wie er mir Seltsamkeiten unter die Haut tätowiert mit spitzer Nadel. Ein Bild wie ein Bergwerk, ein Herz wie ein Wolf, eine Hand für eine andere.

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