15. November 2011

wissent|lich

Erst musst du niesen, dann verrutscht dir die Wimperntusche und später bleibt einer, der gehen sollte und geht einer, der besser bleiben sollte; so ist das, wenn du dich nicht mehr auskennst mit dir selbst, weil alles zusammengeschrumpft ist auf diesen einen Punkt, der mit dem Finger auf dich zeigt und lacht. Sieben lange Sekunden und sieben kurze Stunden, du wartest auf besseres Wetter, besseren Kaffee und bessere Zigaretten. Lohnt sich nicht, denn das alles bringt dich doch nur um irgendwann, weil du dich lachend bei Sonnenschein auf einer Wiese liegend an deinem Kaffee verschlucken wirst, die brennende Zigarette in deiner Hand dein leichtes Sommerkleid in eine Flammenfalle verwandeln und keiner dich sehen und retten wird, weil die Sonne allen die Sicht auf dich nimmt. Eine Vorstellung wie gemalt. Stattdessen sitzt du mit kalten Füßen und heißer Zitrone in deiner Küche, zählst die Nächte bis zum nächsten Frühling und hoffst. Immerhin.

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