23. August 2011

schatten|spiele

Nachts dann ist alles grau. Was vorher noch so farbenfroh lockte und uns zusammentrieb, bleibt im Dunkel ungesagt; die Mücken können uns nicht retten und das Reden über Dinge, von denen wir nichts verstehen auch nicht. Also schweigen wir und harren der Kühle, die nur schleichend kommt und sich nicht hetzen lässt. Der Schweiß des Tages klebt in meinen Poren und ein Versprechen auf meiner Haut obendrein, eines, das ich nicht halten will oder kann, eines, das mich dennoch anzieht, ich zweifle, schwanke, widersetze mich und drifte ab. Ich reiße das Fenster auf, damit die Nacht herein kann, damit der Kopf frei wird und draußen schreit ein Kind. Innendrin schreie auch ich, wiege mich erst in Sicherheit und dann in den Schlaf.

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